Wie oben, so unten. Wie innen, so außen.

Lesezeit: ca. 3 min.

 

Es gibt Tage, da fühlt man sich einfach so richtig unwohl in seiner Haut und weiß vielleicht auch gar nicht so wirklich warum eigentlich. Es gibt Tage, da kann man sich selbst nicht so richtig leiden. Und die anderen noch viel weniger. Da passt die Figur nicht. Da sitzt die Frisur nicht. Da stört dies oder das. Da fragt man sich, wieso andere einen nicht wahrnehmen. Interessiert sie meine Meinung denn nicht? Interessiert es sie nicht, wie es mir geht? Solche Tage hat jeder. Das ist ok. Das sind unsere Schatten-Tage. Vielleicht merkst du hierbei, dass sich deine Mitmenschen dir gegenüber an Tagen, an denen du so gar nicht mit dir zufrieden bist, auch anders verhalten, dass die Dinge anders laufen als gedacht, dass nichts so richtig klappt oder du das Gefühl hast, die Welt hat sich gegen dich verschworen. Tatsächlich tut die Außenwelt nichts anderes, als uns unsere Innenwelt zu spiegeln – auf verschiedenste Art und Weise. Vielleicht hast du das auch schon tausend Mal gehört oder gelesen. An manchen Tagen nervt es einen auch, so etwas zu hören. Nichts desto trotz stelle ich immer wieder fest, dass da sehr viel Wahrheit drinsteckt.

 

Wenn wir mit uns selbst nicht zufrieden sind, uns nicht so annehmen können, wie wir nun mal sind, mit uns hadern, dann zeigt sich das auch je nach Intensität mehr oder weniger deutlich in unserem Umfeld und unseren Erfahrungen. Wir erwarten von den anderen, dass sie uns lieben und uns endlich die Liebe und Aufmerksamkeit schenken, die wir verdammt noch mal verdienen. Aber das wird nicht passieren – auch nicht in Beziehungen. Vielleicht am Anfang, wenn alles noch frisch ist und wir total verliebt sind – aber dann verhalten wir uns auch selbst anders und sind gut drauf. Doch irgendwann merkt der Andere was in unserem Innersten los ist und wird uns dies vor Augen führen. Meistens geschieht das nicht bewusst, sondern unbewusst. Ich weiß selbst wie schwierig es sein kann zu verstehen, was diese Situation mir denn nun zeigen soll. Was soll das Verhalten des Anderen mir über mich sagen? Der Andere hat doch den Fehler gemacht und verhält sich blöd – und nicht ich. Das ist schon richtig. Dennoch verrät alles, was wir am Anderen gerade ablehnen auch etwas über uns selbst. Ich merke das ganz besonders, wenn ich an einem Tag mit mir selbst nicht zufrieden bin oder schlecht drauf bin. Auch wenn ich meine, dass ich es nicht nach Außen zeige, spüren es die Menschen, mit denen ich zu tun habe, trotzdem. Entweder werde ich dann ignoriert, mein Gegenüber ist beleidigt, es kommt zum Streit oder es passiert ein Missgeschick usw.  Deshalb ist es umso wichtiger, dass wir unsere Selbstliebe stärken. Denn dann dürfen wir aufhören, die Schuld bei den Anderen zu suchen, an den Anderen Dinge verändern zu wollen, sondern bei uns selbst anfangen. Lerne dich selbst zu lieben. Wirklich. Von ganzem Herzen. Aufrichtig. Dann wird sich automatisch einiges in deinem Umfeld verändern.

 

Das geht nicht von heute auf morgen und auch nicht von allein. Und natürlich hat man trotzdem auch mal schlechte Tage. Aber es geht darum, was du in deinem tiefsten Inneren fühlst. Es erfordert schon deinen Einsatz. Und es ist auch wichtig, dass du am Ball bleibst, dass du nicht nach 3 Tagen aufhörst, etwas für deine Selbstliebe zu tun. Nichts geht, wenn du es nicht wirklich willst. Bist du bereit, etwas dafür zu tun?

 

Du kannst mit einer kleinen Übung beginnen, diese mache ich selbst – nicht mehr jeden Tag, aber doch immer mal wieder. Anfangs solltest du sie täglich machen. Für mindestens 30 Tage.

Stelle dich einmal am Tag für 1 Minute vor einen Spiegel.

Schau dir fest in die Augen. Es ist wichtig, dass du dir wirklich in die Augen siehst.

Atme tief ein und aus.

Und dann sagst du Folgendes: „Ich, (dein Name), bin genau richtig, so wie ich bin. Ich akzeptiere und ich liebe mich.“

Wiederhole diese Sätze 1 Minute lang. Achte darauf, welche Gefühle dabei hochkommen und schau was in deinen Augen passiert.

Danach halte deinem Blick noch ein paar Sekunden stand und atme tief ein und aus.

Wenn du das noch nicht kannst, weil du vielleicht noch nicht wirklich an die oben genannten Sätze glaubst, dass du genau so richtig bist, dann kannst du deine Affirmation für den Anfang etwas abändern. Du kannst z. B. sagen: „Ich, (dein Name), möchte mich wirklich so akzeptieren, wie ich bin. Ich gebe mein Bestes. Ich möchte mich wirklich lieben.“ Finde positive Sätze, denen du zustimmen kannst. Und mache diese Übung täglich für mindestens 30 Tage. 1 Minute kann dir dabei sehr lang vorkommen. Halte durch. Schaue fest in deine liebevollen Augen. Denke daran, nur wenn du es regelmäßig machst, wird es auch funktionieren.

Auch nach den 30 Tagen kannst du dir die Sätze immer wieder sagen, sobald du an einem Spiegel oder einer Scheibe vorbeikommst und dein Spiegelbild siehst. Je öfter, desto besser. Auch wenn du mal für einen Tag unterbrichst, mache danach trotzdem weiter.

 

Ich wünsche dir viel Freude dabei, dir mit voller Aufmerksamkeit in deine wundervollen Augen zu sehen. Die Augen sind die Spiegel deiner Seele.

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Negative Gefühle

Lesezeit: ca. 4 min.

 

Heute möchte ich über etwas Schreiben, was mich derzeit beschäftigt und wo ich als positiver und optimistischer Mensch mich gefragt habe: Darf ich das haben oder tun? Es geht um negative Gefühle, wie Wut, ums „Abkotzen“ und Jammern.😉 So oft wollen wir nach außen nur die schönen Seiten von uns und unserem Leben zeigen. Wir sind gut drauf, wir sind erfolgreich, wir funktionieren. Alles Friede – Freude – Eierkuchen sozusagen. Aber jeder von uns kennt auch die andere Seite: Traurigkeit, Enttäuschung, Wut, Ärger, Angst, Unsicherheit etc.

 

Oft hört man sich mit diesen Gefühlen gut gemeinte Ratschläge an, liest lustige oder positive Sprüche und versucht einfach positiv zu denken, um die unangenehmen Gefühle zu verjagen. Das kann motivierend sein und uns Kraft geben. Positiv denken ist wichtig und auch schön und gut, aber nicht, um die anderen Gefühle damit zu überdecken, zu betäuben. Die unangenehmen Gefühle wollen wir meistens einfach so schnell wie möglich loswerden. Doch: Diese werden damit nur verdrängt. Sie schlummern im Untergrund weiter. Bei nächster Gelegenheit platzen sie wieder mit voller Wucht hervor. Gefühle wollen gefühlt werden. Und sie bleiben so lange, bis wir sie angeschaut haben. Sie sind wie kleine Kinder – wenn wir ihnen etwas verbieten, dann wollen sie es erst recht, sie wollen unsere Aufmerksamkeit und Fürsorge. Es ist deshalb enorm wichtig, auch Gefühle wie Traurigkeit, Enttäuschung, Wut, Ärger und Angst anzunehmen und zuzulassen. (Anmerkung: Hier geht es um die alltäglichen Gefühlstiefen, die jeden von uns treffen können, nicht um schwere Lebenskrisen, immer wiederkehrende, schlimme Wutausbrüche, tiefe Aggressionen, psychische Angstzustände etc.- diese können am besten mit therapeutischer Unterstützung gelöst werden.) Durch Akzeptanz verschwinden diese Emotionen viel schneller, als wenn du versuchst, sie zu verdrängen. Klingt paradox. Aber wenn wir ihnen erlauben da zu sein, nehmen wir ihnen damit die Macht.

 

Deshalb: Wenn du das Gefühl hast, weinen zu müssen, dann weine… hemmungslos… bis es von alleine aufhört. Wenn du jemanden hast, bei dem du dich mal so richtig auskotzen kannst, dann tue es. Wenn du schreien willst, dann schreie, wenn du in deiner Wohnung alleine bist oder im Keller oder allein im Auto. Wenn du wütend bist, dann schlage auf ein Kissen ein. Tanze oder laufe dir den Frust von der Seele. Was auch immer – wenn du fühlst, dass es raus muss, lass es raus (natürlich ohne anderen dabei zu schaden 😉). Wenn du Angst verspürst, begegne ihr und lächle ihr ins Gesicht. Drehe den Spieß um und lass dich nicht von deiner Angst verfolgen, sondern du verfolgst deine Angst. Verfolge sie in deinem Inneren bis in die dunkelste Ecke und lächle sie an. Wenn du das immer wieder tust, verliert die Angst ihre beherrschende Rolle – denn ab sofort ist sie nicht mehr dein Verfolger, sondern du ihrer. Sage „Ja!“ zu den Gefühlen. Erkenne die Situation an. Gib dich hin. Lade die Gefühle ein zu dir zu kommen, anstatt sie zu verdrängen. Ich weiß, es mag sich vielleicht erst mal etwas komisch anfühlen, wenn du das tust. Vor allem, wenn du sonst ein positiver bzw. optimistischer oder ruhiger oder auch ehr kontrollierter Mensch bist. Aber aus eigener Erfahrung weiß ich, wie wertvoll es ist, sich diesen Gefühlen hinzugeben und sie zu beobachten, so lange wie nötig. Es reicht dann schon von alleine wieder. Und oftmals schaut danach die Welt wieder ganz anders aus. Wir können viel klarer denken. Wir können Erkenntnisse aus diesen Gefühlen, der Situation gewinnen. Wir können aus unseren Kraftquellen neu schöpfen. Ich kann mich danach auch wieder viel besser auf die schönen Sachen des Lebens konzentrieren. Denn davon gibt es sooooo viele. 😊 Wenn wir bereit waren, diese unangenehmen Gefühle zu fühlen, können wir uns anschließend BEWUSST für das Schöne entscheiden. Mir geht es hinterher auch viel besser. Und am Ende hat fast alles immer einen Grund bzw. seinen Sinn, so dass wir daraus lernen können, uns selbst ein weiteres Stückchen näherkommen können.

 

Mich würde es interessieren, wie du mit negativen Gefühlen umgehst. Was machst du, um dich selbst aufzubauen? Was hilft dir? Was sind deine Kraftquellen? Schreibe mir gern einen Kommentar oder eine Nachricht.

 

Schön, dass du da bist!

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Hoffnung

Lesezeit: ca. 5 min.

 

Als ich vor Kurzem im Urlaub war, habe ich mir an meinem Geburtstag eine balinesische Massage gegönnt. Hierfür durfte ich mir einen Stein auswählen, den ich während der Massage visualisieren sollte. Die Steine waren auf der Rückseite graviert mit Wörtern (die ich beim Aussuchen des Steins nicht sehen konnte) wie

z. B. Liebe, Freude und eben Hoffnung – das war der Stein, den ich gezogen habe. Ich glaube, nicht ohne Grund… 😊

 

Für mich bedeutet Hoffnung in erster Linie Kraft, Zuversicht und Vertrauen ins Leben. Bestimmt kennst du das Sprichwort: „Die Hoffnung stirbt zuletzt.“ Die Hoffnung trägt uns durchs Leben, sie gibt uns Halt in schwierigen Zeiten, sie ist unser Lebenselexier.

 

Manchmal - so heißt es zumindest - können wir uns auch falsche Hoffnungen machen. Aber kann Hoffnung zu haben wirklich falsch sein? Sie ist nur dann gefährlich, wenn sie begleitet wird von Ängsten und Sorgen, dass das Gewünschte nicht eintritt – dann kann sie umschlagen in Enttäuschung und Verzweiflung und kann schlimmstenfalls sogar in Depression enden.

 

Viel mehr ist Hoffnung jedoch eine positive innere Ausrichtung. Ohne Hoffnung würden wir so manche Situation im Leben vielleicht nicht durchstehen. Ohne Hoffnung würde uns der Glaube an ein gutes Ende fehlen. Ohne Hoffnung würden wir nicht unsere Wünsche und Träume leben können. Ohne Hoffnung würden wir vieles gar nicht erst versuchen.

 

 

„Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht“. (Vaclav-Havel)

 

 

Wen wir Hoffnung haben, haben wir das Gefühl nicht ausgeliefert zu sein. Wir glauben an unsere Einflussmöglichkeiten. Wir sind nicht nur Opfer der Umstände, sondern tragen die Hoffnung in uns, dass wir selbst etwas ändern oder bewirken können, dass das was wir tun einen Sinn hat. Unsere Hoffnung gibt uns Gewissheit, dass wir unseren Weg weitergehen dürfen, dass wir an uns glauben dürfen, dass wir – egal wie es ausgeht – vom Leben (oder man könnte auch sagen vom Universum) getragen werden.

 

Hoffnung gibt uns Energie.

Hoffnung stärkt unsere Abwehrkräfte.

Hoffnung ist ruhig und positiv gestimmt.

Hoffnung ist kreativ.

Hoffnung ist der beste Weggefährte.

Hoffnung öffnet die Tür zu einer neuen Zeit.

 

Nicht ohne Grund ist die Hoffnung eine der drei christlichen Tugenden: Glaube. Liebe. Hoffnung.

 

Es ist sogar wissenschaftlich erwiesen, dass Menschen, die Hoffnung und Glauben in sich tragen, schneller gesundwerden und auch Lebenskrisen besser überstehen. Hoffnung kurbelt die Selbstheilungskräfte unseres Körpers an. Hoffnung zu haben, bedeutet eine positive Einstellung, positiven Glauben zu haben – das ist es, was unser Immunsystem kräftigt. Die Hoffnung ist das beste Medikament, das wir uns selbst verabreichen können – und das ganz ohne Nebenwirkungen.  

 

Trotz positiver Einstellung kann es manchmal im Leben trotzdem passieren, dass wir – zumindest vorübergehend – unsere Hoffnung verlieren.

 

Hier sind ein paar Tipps, wie du deine Hoffnung stärken kannst:

  • Umgib dich so oft es geht mit positiven Menschen und vermeide Schwarzseher.
  • Sprich mit anderen über deine Situation – vielleicht haben sie schon einmal ähnliches erlebt? Wenn du niemanden hast, mit dem du darüber sprechen kannst oder willst, suche im Internet nach Menschen, die bereits eine Lösung gefunden haben. Mache dir ihre Erfahrungen zu nutze.
  • Wenn es dir gerade nicht gelingt, zu deiner Situation positive oder stärkende Gedanken zu haben, dann überlege einmal was du deinen Freunden oder deiner Familie in dieser Situation gesagt hättest, um sie aufzubauen.
  • Vielleicht hast du in deiner Vergangenheit schon einmal schwierige Situationen gemeistert. Wie hast du das geschafft? Welche positiven Erfahrungen hast du in der Vergangenheit gemacht? Ist bisher jemals irgendetwas nicht vorübergegangen?
  • Suche nach deinem persönlichen Sinn für diese Situation. Nichts geschieht ohne Grund. Alles geschieht zur richtigen Zeit. Es gibt keine Zufälle. Kannst du aus dieser Situation etwas fürs Leben lernen?
  • Mache dir bewusst, dass du kein Opfer bist. Werde aktiv. Dadurch hast du das Gefühl, Kontrolle auszuüben und dies stärkt deine Hoffnung.
  • Überlege dir ein persönliches Mantra, das hoffnungsvolle Gedanken verkörpert. Sage dir dieses immer wieder laut oder in Gedanken auf.
    Beispiele:
Es wird eine Lösung geben für alles, was auf mich zukommt. Ich tue alles, was in meiner Macht steht. 
Am Ende wird alles gut – wenn es nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende.
Mit Glauben wird alles möglich. Mit Liebe wird alles einfach. Mit Hoffnung wird alles gut.
Hoffnung ist mein Magnet – sie zieht das Große und Schöne in mein Leben.

 

Wie ist es um deine Hoffnung bestellt? Was bedeutet Hoffnung für dich? Welche Hoffnungen hast du? Wo hat dir dein Glaube und deine Hoffnung schon einmal weitergeholfen? Schreibe mir gern deine Erfahrungen und Gedanken dazu in die Kommentare.

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Du bist gut so wie du bist

Lesezeit: ca. 2:20 Min.

 

Manchmal gibt es Situationen, in denen man das Gefühl hat, als leiser Mensch irgendwie anders zu sein. Wo man sich allein fühlt. Und man fragt sich, ob etwas mit einem nicht stimmt. Kennst du das? Z. B. bei einer Feier oder sonstigen Veranstaltung unterhalten sich alle Leute über dieses und jenes miteinander und du selbst hast das Gefühl, dass du hier gar nichts beizutragen hat. Es erscheint manchmal auch oberflächlich oder belanglos (obwohl es das für die anderen nicht ist). Aber wenn du nicht mitmachst, stehst oder sitzt du alleine herum. Doch was denken dann die anderen? Dass du dich abgrenzt? Dass du die anderen nicht mag? Dass du ein Eigenbrötler bist? Dass du eingebildet bist? Oder desinteressiert?

 

Tausend Gedanken gehen einem durch den Kopf – zumindest geht es mir so. Doch das ist großer Quatsch. Den meisten Stress macht man sich eigentlich selbst. Oft interessiert es die Leute gar nicht, ob du dich nun gerade an diesem Gespräch beteiligst oder nicht. Manche bekommen es noch nicht einmal mit. Der Druck kommt aus einem selbst. Es ist ok, wenn du dich nicht am Smalltalk beteiligen willst. Es ist ok, wenn du zum Thema nichts beizutragen hast. Es gibt Menschen, die können tatsächlich keinen Smalltalk, weil es ihnen oberflächlich erscheint. Das hat nichts mit Arroganz zu tun und auch nichts mit Selbstbewusstsein. Sondern einfach damit, dass du ein Mensch bist, der es bevorzugt, sich mit einer einzelnen Person oder in ganz kleinen Gruppen über tiefsinnigere Themen zu unterhalten, als in einer größeren Gruppe von Menschen durch Smalltalk-Künste oder tolle Geschichten herauszustechen. Extravertierte haben ihre Schokoladenseite außen, Introvertierte innen 😉

 

Das Wichtigste ist, in solchen Situationen, in denen du dich unter Druck gesetzt fühlst, einfach mal tief durchzuatmen. Versuche zu entspannen und dich zurück zu lehnen. Akzeptiere dich so wie du bist, denn du bist liebenswert. Du wirst automatisch die Menschen anziehen, mit denen du die Gespräche führen kannst, die du brauchst, die dir Spaß machen und guttun. Und du hast bestimmt schon ein paar von diesen Menschen. Es müssen ja nicht viele sein.

 

Eine erfolgreiche Gesellschaft, ein erfolgreiches Unternehmen, eine erfolgreiche Gruppe braucht alle Sorten von Menschen: die ruhigen und die lauten, die vorsichtigen und die risikofreudigen, die tatkräftigen und planenden… Deshalb ist es gut so, wie du bist!

 

Wenn du das nächste Mal in so einer Situation bist, in der du dich unwohl fühlst und am liebsten weggehen würdest (aber nicht kannst), erlaube es dir ohne große Erklärungen, die Beobachterrolle einzunehmen. Das ist in Ordnung und hilft dir Energie zu tanken. Sei ein Zuhörer – die Menschen schätzen es, wenn man ihnen einfach nur mal zuhört. Denn das kommt viel zu selten vor. Meistens wird schon überlegt, was man antworten könnte, bevor das Gegenüber überhaupt ausgesprochen hat. Konzentriere dich auf deine Beobachtungsgabe und deine Empathie.

 

Versuche dich vorzubereiten, wenn du weißt, dass du auf eine Veranstaltung mit vielen Menschen gehst. Überlege dir, welche Menschen dort sein werden. Vielleicht kennst du ja jemanden, an dem du dich orientieren kannst. Um welches Thema geht es? Was kannst du dazu beitragen? Überlege dir das schon im Voraus. Das nimmt dir etwas die Angst, dass du nicht weißt, was du dann sagen sollst. Überlege dir auch, was es für Vorteile hat, wenn du auf diese Veranstaltung gehst, z. B. du erfährst etwas Neues über ein Thema, das dich brennend interessiert, es gibt etwas Leckeres zu essen, du kannst von einem Erfolg berichten, du triffst einen alten Freund etc…

 

Und wenn dich jemand anspricht, warum du so still daneben oder alleine stehst/sitzt, stehe zu deiner Besonderheit. Sage deinen Mitmenschen, dass du gerade ein paar Minuten für dich allein benötigst oder dass du Zeit brauchst, das Gesagte zu verarbeiten oder dass du lieber erst einmal zuhören möchtest, um dir deine Meinung zu bilden. Niemand wird sich dann mehr daran stören – ganz im Gegenteil.

 

Stehe zu dir selbst, denn du bist gut so wie du bist.

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Leben heißt Veränderung...

 Lesezeit: ca. 1:30 min.

 

... Genau das erlebe ich aktuell besonders deutlich. Geht es dir auch so? Ich habe das Gefühl, dass zurzeit besonders viele Veränderungen und Prozesse im Gange sind. Nicht nur bei mir selbst, sondern auch in meinem Umfeld. Es ist, als ob sich Situationen immer mehr zuspitzen, bis es keinen Ausweg mehr zu geben scheint, bis Entscheidungen getroffen werden, bis sich die Umstände wieder auflösen können. Gedankenkarussell und schlaflose Stunden in der Nacht inklusive.

 

Früher habe ich mich gegen Veränderungen versucht zu wehren und mich enorm dagegen gesträubt, besonders wenn diese Veränderungen nicht durch mich selbst, sondern von außen herbeigeführt wurden.  Man kann sagen, ich hatte zum Teil Angst davor. Was wird auf mich zukommen? Wie wird es jetzt laufen? Was bedeutet es für mich? Komm ich damit klar? Was verliere ich dabei? Was hab ich mich gesträubt und versucht, die Veränderungen zu verhindern. Wir sind alle Gewohnheitstiere. Den meisten von uns fällt es schwer, das Gewohnte zu verlassen, uns in die Unsicherheit zu begeben. Aber hat es jemals etwas genützt sich gegen die Veränderung zu wehren? Vor allem, wenn sie nicht durch uns selbst beeinflusst war? Nein, die Veränderung kam trotzdem. Ganz ungefragt. Und was ist dann passiert? Wir sind nicht gestorben. Das Leben ging weiter. Ok, mit Veränderung, aber es ging weiter. Hat es geschadet? Nein. Es wurde meistens sogar noch besser.

 

Heute möchte ich keine der Veränderungen mehr missen. Auch wenn es im ersten Moment manchmal schwerfällt, auch wenn nicht jede Veränderung einfach ist, aber am Ende ist es doch immer noch wesentlich einfacher sich der Veränderung zu öffnen, als zu versuchen, sie zu bekämpfen. Bringt ja eh nichts. Also nimm die Veränderung an. Nach einer ersten Phase des Gedankenkarussells bin ich offen und neugierig was noch kommen mag. Das Leben funktioniert nicht ohne Veränderung. Sie gehört ganz einfach dazu. Im Kleinen wie im Großen. Ängste und Zweifel dürfen sein, nichts davon müssen wir verleugnen oder verdrängen. Aber auch ein wenig Adrenalin, ein kleines Kribbeln, Neugier auf die Veränderung dürfen sein. Am Ende wird alles gut. Und wenn es nicht gut ist, ist es nicht das Ende.

 

Wenn du auch gerade vor einer Veränderung, einer neuen Herausforderung stehst, hör dir das Lied von Mark Forster: „Sowieso“, an. Toller Song, der Mut und gute Laune macht. Egal was kommt, es wird gut, sowieso.

 

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Liebe dich selbst - Part 4

     4. Fähigkeit: In uns hineinhören können, um uns und unsere Träume zu erkennen und auf sie zuzugehen

 

 

Lesezeit ca. 4:00 min.

 

Liebe ich mich selbst nicht genug, wenn andere mich schlecht behandeln? Würden mich die anderen nur etwas schlechter behandeln, als ich es selbst tue, würde ich ihnen den Rücken kehren. Behandeln sie mich aber nur ein bisschen weniger schlecht, dann bleibe ich und halte es aus. Wenn uns andere schlecht behandeln, schieben wir es einfach den schlechten Eigenschaften des anderen zu. Natürlich ist das erst einmal für unser Gehirn logisch und es ist die einfachste Erklärung. Wir selbst entziehen uns damit aber aus der Verantwortung. Und damit gleichzeitig auch aus unserer Schöpferkraft.

 

Wo bin ich selbst noch nicht gut zu mir? Wo lasse ich mich von den anderen verleiten zu etwas, was ich eigentlich nicht will? Wo bin ich nicht authentisch? Wo lebe ich noch nicht das, was sich mein Herz eigentlich wünscht?  Alles, was im Außen geschieht, hat immer auch etwas mit uns selbst zu tun. Die Quantenphysik hat es längst bewiesen, dass alles Energie ist. Unser Bewusstsein formt diese Energie. Es formt Materie, die letztenendes aus Atomen und Elektronen besteht. Ohne Bewusstsein existiert nichts. Unser individuelles Bewusstsein formt unsere eigene Welt und entscheidet darüber, was wir wahrnehmen. Es gibt mittlerweile zahlreiche Experimente dazu, die belegen können, dass unsere Gedanken unsere Umwelt und unser Wohlbefinden beeinflussen. Unsere Gedanken können damit auch unsere Beziehungen zu anderen und zu uns selbst beeinflussen. Aber leider ist es nicht immer so einfach, dass wir uns selbst aus unseren negativen Gedankenstrudeln befreien können – das kenne ich auch nur zu gut. 😉 Wir ärgern uns so sehr über andere, senden negative Energien aus und vergessen dabei uns selbst und unsere eigene schöpferische Kraft. Bevor wir bei den anderen anfangen und versuchen, sie zu ändern, sollten wir nicht lieber bei uns selbst anfangen? Wäre das nicht auch viel weniger nervenaufreibend (weil wir den anderen am Ende ja sowieso nicht ändern können)? Auch wenn unser Gehirn Veränderungen hasst, so ist es die Mühe doch wert, sich mehr mit sich selbst zu beschäftigen und den Weg zu mehr Selbstliebe zu beschreiten. Wenn du die Teile 1 – 3 in meinem Blog zur Selbstliebe gelesen hast („Liebe dich selbst - Part 1 - 3“), weißt du schon, dass das nichts mit Egoismus zu tun hat. Es geht einfach nur um einen liebevollen Umgang mit sich selbst. Denn wie sollen andere liebevoll mit dir umgehen, wenn du es selbst nicht einmal kannst? Es heißt auch nicht, dass wir dann für immer gefeit sind vor unschönen oder ärgerlichen Situationen mit anderen. Aber es hilft uns, uns selbst bewusster zu werden und diese Situationen schneller und auf eine liebevollere Art und Weise zu lösen und diese anzunehmen. Es hilft uns, in uns hineinzuhören und unsere Wünsche bzw. Träume wahrzunehmen und Schritt für Schritt auf diese zuzugehen.  Im 4. Teil auf dem Weg zu mehr Selbstliebe geht es darum, im inneren Einklang mit unserem tiefsten Wesen zu sein.

 

Wie kannst du das erreichen? Nicht in den Momenten, in denen du besonders geschäftig bist. Dafür braucht es etwas „Ich-Zeit“. Am besten ist dafür auch das Schreiben eines Tagebuches geeignet. Höre in dich hinein. Was willst du wirklich erreichen? Schreibe dir auf, was dir wichtig ist. Wie möchtest du dich fühlen? Was möchtest du schaffen? Was möchtest du haben? Diese Fragen kannst du dir für einen langfristigen Zeitraum beantworten, aber auch z. B. für jeden Tag. Du brauchst am Morgen nur 10 Minuten Zeit dafür. Nach dem Aufschreiben fühle noch einmal in deine Notizen hinein und stelle dir alles bildlich vor. Es ist wichtig, dass du dich in deine notierten Wünsche wirklich hineinversetzt. Aktiviere deine Vorstellungskraft. Am Abend (oder wenn du es z. B. für eine Woche machst, am Ende der Woche) liest du dir deine Notizen noch einmal durch. Einfach nur durchlesen. Ohne zu bewerten oder dir darüber Gedanken zu machen, was du vielleicht nicht erreicht hast. Wenn du diese Übung täglich oder wöchentlich regelmäßig machst, wirst du feststellen, dass du dich immer mehr deinen Wünschen annäherst, dass du immer mehr erreichst von dem, was du dir wünschst und vorgenommen hast. Wie fühlt es sich an, wenn du etwas erreicht hast? Macht es dich glücklich? Bleiben andere Bedürfnisse auf der Strecke? Kannst du daran etwas ändern? Manchmal können wir vielleicht eine Situation nicht ändern, aber doch die Art, wie wir darauf reagieren.

 

Fülle dein Tagebuch regelmäßig mit Leben. Du kannst schreiben, du kannst malen oder zeichnen – wie es dir am besten entspricht. Was möchtest du vollbringen? Es muss dabei nicht nur um berufliche Dinge gehen. Du kannst deine Notizen genauso für kreative Bereiche oder deine Beziehungen, dein Gefühlsleben, deine Freizeit etc. machen. Wenn du für eine Sache besonders intensive Gefühle empfindest, schreibe oder male sie auf ein loses Blatt Papier. Dieses kannst du dann an einen Ort hängen, wo du es so oft wie möglich siehst. Auch wenn du zwischenzeitlich negative Gefühle, Verzweiflung, Angst etc. dafür empfinden solltest, nimm diese Gefühle wohlwollend wahr und betrachte sie. Sobald es dir möglich ist, verbinde dich wieder mit dem, was du erreichen wolltest. Je mehr du an dich selbst glaubst, je mehr du dir deinen Wunsch vorstellen kannst, wirst du merken, dass sich immer wieder eine Tür für dich öffnen wird, hinter der es weitergeht und du dir selbst und deinen Träumen ein Stückchen näherkommst.

 

 

„Jeder große Traum beginnt mit einem Träumer. Denk immer daran: In dir stecken die Kraft, die Geduld und die Leidenschaft, um nach den Sternen zu greifen und die Welt zu verändern.“ 

(Harriet Tubman)

P. S. Wenn du jemanden kennst, der das auch lesen sollte, dann freue ich mich, wenn du diesen Beitrag teilst. :-)

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Sich selbst so annehmen, wie man ist…

 

… das ist an manchen Tagen oder in manchen Situationen gar nicht so einfach. Bekommen wir oftmals doch schon von Kindesbeinen an etwas anderes eingetrichtert oder unsere (Arbeits-)Umwelt zeigt es uns. Der Laute wird gehört, nicht der Leise.

 

Ich habe auch immer wieder mal damit gehadert. Bin ich so ok wie ich bin? Angefangen von Äußerlichkeiten, wie die Haare, die Haut, die Kleidung bis hin zum Wesenskern. Bin ich zu ruhig? Leiste ich genug? Bin ich interessant? Bin ich langweilig? Muss ich auf den Tisch hauen und mich immer wieder durchsetzen können? Muss ich ein Redner sein? Muss ich mich beweisen? Darf ich introvertiert oder muss ich extrovertiert sein? Darf ich so sein wie ich bin?

 

Wenn ich eins gelernt habe in den letzten Monaten und Jahren, dann dass die Antwort auf die letzte Frage „JA!“ lautet. Und das gilt auch für dich. Du bist vollkommen in Ordnung wie du bist. Es ist gut, dass du so bist wie du bist. Du hast Stärken und du hast Schwächen. Beides gehört zu dir. Beides macht dich zu dem besonderen Menschen, der du bist. Der Fisch wird nicht danach beurteilt, wie schnell er auf einen Baum klettern kann und der Elefant wird nicht danach beurteilt, wie schnell er schwimmen kann. Beide Tiere sind was sie sind und leben in ihrem Element, wo sie ihre jeweiligen Stärken nutzen können. Genauso ist es auch bei dir. Erkenne deine Schwächen an, aber konzentriere dich auf deine Stärken. Du bist etwas Besonderes.

 

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Ich bin ...

 

Ich bin stark, ich kann alles schaffen, ich bin schwach.
Ich bin leise, ich bin introvertiert, ich bin selbstbewusst.
Ich kann witzig sein, andere zum Lachen bringen.
Ich bin interessant, ich bin langweilig. Ich bin interessiert, ich bin gelangweilt.
Ich bin ehrgeizig, ich bin neugierig, ich bin faul.
Ich bin ehrlich, ich bin gefühlvoll, ich bin kalt.
Ich bin fröhlich, ich bin beleidigt.
Ich kann schreiben, ich kann schnell lernen, ich kapiere nichts.

 

Ich brauche Ruhe, ich bin gern allein, ich bin gern unter Freunden.
Ich liebe die Natur, gutes Essen, ein bisschen Luxus und die Einfachheit.
Ich liebe Reisen, das Meer und die Berge. Ich liebe Skifahren, Wandern, Schwimmen, Tanzen.
Ich will neue Dinge entdecken, ich will einfach nur meine Ruhe haben.
Ich liebe das Neue und das Alte.
Ich liebe das Leben, meinen Schatz, Freunde und Familie.
Ich will die Welt erkennen und verstehen und anderen bei ihrer Entdeckungsreise helfen.
Ich staune manchmal über meinen Mut und manchmal habe ich Angst vor Pipifax.
Ich bin manchmal unsicher und manchmal weiß ich alles ganz genau.
Ich bin schlau, ich bin blöd, ich bin naiv.
Ich bin schlagfertig, ich bin sprachlos.
Ich bin ich.

 

Weißt du eigentlich ganz genau, wer du bist? Oder hast du dich das auch schon mal gefragt? Was fällt dir zu dir selbst ein? Vielleicht hast du es dir aufgeschrieben, so wie ich hier oben. Falls nicht, dann mache das doch einfach mal. Ich fand es interessant, was mir dabei eingefallen ist (das war eigentlich noch mehr, doch für den Blog habe ich es gekürzt). Ich habe festgestellt, es sind viele gegensätzliche Sachen dabei. Kann das zusammenpassen? Ja, denn die Anlagen haben wir für alles. Gut und Böse. Laut und Leise. Faul und Fleißig. Je nach Situation. Je nach Lebensumständen und Erfahrungen. Je nachdem welche Muster gerade bei uns ablaufen. Aber wir sind immer beides. Unsere Gedanken, vor allem die unbewussten, machen uns zu dem, wer wir nach Außen sind. Doch sein könnten wir alles. In uns ist alles. Welche Seiten zeigen und leben wir? Welche ist (noch) verborgen? ...

 

 

Der Kobold

 

In einem Häuschen, sozusagen -
(Den ersten Stock bewohnt der Magen)
In einem Häuschen war's nicht richtig.
Darinnen spukt und tobte tüchtig
Ein Kobold wie ein wildes Bübchen
Vom Keller bis zum Oberstübchen.
Fürwahr, es war ein bös Getös.
Der Hausherr wird zuletzt nervös,
Und als ein desperater Mann
Steckt er kurzweg sein Häuschen an
Und baut ein Haus sich anderswo
Und meint, da ging es ihm nicht so.
Allein, da sieht er sich betrogen.
Der Kobold ist mit umgezogen
Und macht Spektakel und Rumor
Viel ärger noch, als wie zuvor.
Ha, rief der Mann, wer bist du, sprich!
Der Kobold lacht: Ich bin dein Ich.

 

Gedicht von Wilhelm Busch
(1832 - 1908), deutscher Zeichner, Maler und Schriftsteller

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Liebe dich selbst - Part 3

3. Fähigkeit: Einen aufrichtigen und mitmenschlichen Dialog pflegen

 

Lesezeit ca. 2:00 min.

 

„Wir alle leben geistig von dem, was uns Menschen in bedeutungsvollen Stunden unseres Lebens gegeben haben.“

(Albert Schweitzer)

 

 

Was fühlst du? Was bewegt dich? Welche Bedürfnisse hast du? Was davon gestehst du dir schon zu und was noch nicht? Nur was du dir selbst zugestehst, kannst du auch aufrichtig ausdrücken. Alles andere versuchst du bewusst oder unbewusst zu verbergen oder deinem Gegenüber vielleicht sogar unterschwellig zu vermitteln. Doch ein aufrichtiger mitmenschlicher Dialog ist die 3. Fähigkeit auf dem Weg zu mehr Selbstliebe.

 

Dieser wird nur möglich, wenn du zuallererst wirklich wahrnimmst, was du fühlst, was dich bewegt, welche Bedürfnisse du hast – und dann diese ausdrückst. Aber Achtung: ohne dabei andere zu beurteilen oder anzugreifen. Das ist die große Kunst und ein ganz wichtiger Punkt. Denn wie geht es dir, wenn dir jemand seine Meinung, seinen Willen aufdrückt und dich dafür be- oder verurteilt, weil du das nicht so siehst? Bestimmt hast du selbst solche Erfahrungen auch schon gemacht und weißt, was es in dir auslöst. Jeder Mensch hat seine eigenen Erfahrungen, Gefühle und Wünsche. Diese wollen ebenfalls anerkannt werden, auch wenn es nicht deinen Vorstellungen entspricht. Denn wenn sich jemand kritisiert fühlt – selbst, wenn die Kritik gerechtfertigt wäre – schwächt das die Harmonie und die Zusammenarbeit mit dem anderen.

 

Sich aufrichtig auszudrücken, ohne zu beurteilen oder anzugreifen, kannst du in der nachfolgenden Übung ausprobieren. Gelingt es dir in schwierigen Situationen?

 

Download
Liebe dich selbst_Übung 3
Liebe dich selbst_Übung 3.pdf
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Zuhören

 

Damit du mit deinem Gegenüber einen aufrichtigen Dialog führen kannst, ist nicht nur das wichtig, was du sagen willst, sondern es kommt auch auf respektvolles Zuhören an. Versuche den anderen und seine Sichtweisen zu verstehen und dich auf die Person einzustimmen. Das ist Empathie. Das bedeutet nicht, dass du die anderen Sichtweisen annehmen oder übernehmen musst, aber du kannst sie akzeptieren. Stelle dich auf den anderen und dessen Bedürfnisse ein, ohne damit etwas erreichen zu wollen. Es geht allein um die Verbundenheit. Je offener du für deine eigenen Emotionen bist, umso leichter wirst du auch die Gefühle der anderen deuten können.

 

Dankbarkeit

 

Was dich selbst und deine Kommunikation außerdem besonders stärkt ist Dankbarkeit. Drücke deine Dankbarkeit aus. Nimm dir einen kurzen Moment und denke an eine bestimmte Person, die dir Gutes getan hat, der du dankbar bist. Beantworte für dich die nachfolgenden drei Punkte. Du kannst es aufschreiben oder auch gedanklich bearbeiten.

 

- Was hat die Person gesagt oder getan, was gut für dich war?

 

- Wie fühlst du dich jetzt gerade, wo du noch einmal daran denkst?

 

- Welches deiner Bedürfnisse wurde von dem, was die Person gesagt oder getan hat, erfüllt?

 

Wenn du die Möglichkeit hast, kannst du diesem Menschen vielleicht gleich eine kurze Nachricht schicken?

 

Es muss jedoch nicht unbedingt ein nahestehender Mensch sein, der dir bei dem oben genannten Punkt einfällt. Es kann auch ein Unbekannter sein, der dir etwas Gutes getan hat und sei es nur, dass er dir ein herzliches Lächeln geschenkt hat, oder es kann auch ein Tier sein oder die Natur, die für dich da ist und dir Wohlbefinden schenkt.

 

Spüre die Dankbarkeit.

 

Tipp: Schreibe dir täglich in dein Tagebuch oder deinen Kalender etc. mindestens eine Sache, für die du am heutigen Tag dankbar warst bzw. bist. Du wirst sehen, dass du jeden Tag etwas findest, was du notieren kannst. Fülle dein Dankbarkeitskonto und entdecke die Liebe zu dir und deinem Leben. Ich wünsche dir ganz viel Freude beim Wahrnehmen der großen und kleinen Dinge.

 

 

Quelle: Das kleine Übungsheft: Selbstliebe

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Liebe dich selbst - Part 2

Lesezeit: ca. 2:30 min.

 

2. Fähigkeit: Mut an dich selbst zu denken, auch wenn es anderen nicht gefällt

 

„Einen Augenblick präsent sein für sich selbst, wiegt hundert gute Taten auf.“

 

Die 2. Fähigkeit um deine Selbstliebe zu stärken, ist der Mut an dich selbst zu denken, auch wenn es anderen gerade nicht gefällt. Wie geht es dir mit diesem Gedanken?

 

Für mich persönlich ist das eine der schwierigsten Fähigkeiten. Nein zu sagen, auch wenn man genau weiß, dass es den anderen – Freunden, dem/der Partner/in etc. – überhaupt nicht gefällt und die Person dann vielleicht sauer ist.  Ich muss ehrlich zugeben, mir fällt das mitunter noch schwer, doch ich lerne es immer mehr, auf meine eigenen Bedürfnisse Rücksicht zu nehmen und damit eben anderen auch mal nicht zu gefallen.

 

Zuerst einmal ist es hierfür wichtig, dass du deinen Körper und deine Gefühle wahrnimmst und auf sie achtest (siehe hierzu: Blog Liebe dich selbst – Part 1).

 

Tausche dich mit anderen aus, denn geteiltes Leid ist halbes Leid und geteilte Freude ist doppelte Freude.

 

Nimm dir regelmäßig Zeit für dich Selbst. Erlaube es dir. Komme zu dir. Du kannst dich dafür immer wieder an einen bestimmten Ort zurückziehen oder alleine in der Natur spazieren gehen. Lass deinen Geist zur Ruhe kommen. Manch einem fällt das am Anfang vielleicht schwer, aber du wirst sehen, mit der Zeit klappt das immer besser.

 

Bereite dir selbst eine Freude. Nimm dir Zeit zum Leben. Gönne dir regelmäßig Entspannung, Spaß, mache Sport, was auch immer DIR gefällt. Es ist möglich, dass du damit Enttäuschung bei anderen auslöst, weil du dann gerade nicht für sie verfügbar bist. Doch solange es auf niemandes Kosten geht, ist das OK. Erlaube dir selbst gut für dich zu sorgen. Damit steigerst du deine Lebensfreude und Lebensenergie, deine Tatkraft, deine Kreativität, deine Offenheit, deinen inneren Frieden.

 

Natürlich ist damit nicht gemeint, dass du achtlos durchs Leben rennst und alle oberflächlich auftauchenden Bedürfnisse sofort befriedigst. Bedenke, ob die Bedürfnisse gerade kurzfristiger Natur sind oder ob sie dir langfristig etwas bringen (z. B. lernen fürs Studium oder fernsehen). Achte bei dem was du tust bewusst auf dich selbst und auch auf die anderen (z. B. du nimmst das gemeinsame Auto für eine Shopping-Tour, obwohl du weißt, dass dein Partner dieses auch gleich braucht, um zu einem Termin zu kommen). Vernachlässige deine tieferen Bedürfnisse nicht für kurzfristige oberflächliche Bedürfnisse (z. B. wenn du zu etwas „Ja“ sagst, obwohl du lieber „Nein“ gesagt hättest). Vor allem aber habe keine Schuldgefühle, weil du dir Zeit für dich selbst nimmst.

 

Lerne zu unterscheiden, was gut für dich ist und was dir schadet. Achte dabei auf deine Grenzen und gib auf gesunde Weise. Wann verspürst du ein Druckgefühl oder ein Unwohlsein? Beim Geben sollen Gebender und Empfänger Freude verspüren. Niemand schuldet dem anderen etwas. Anderen etwas aus vollem Herzen und frei von Forderungen zu geben, tut gut. Das ist sogar wissenschaftlich belegt. Gib deine Zeit, deine helfende Hand, dein offenes Ohr, dein Wissen, … mit offenem Herzen.

„Ein dummer Egoist denkt nur an sich, und das Ergebnis ist negativ. Kluge Egoisten denken an andere und helfen ihnen, so gut sie können, mit dem Ergebnis, dass sie selbst davon profitieren.“ (Tenzin Gyatso, Dalai-Lama)

 

 

Nachfolgend zum Ausdrucken habe ich eine kleine Übung für dich. :-)

 

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Liebe dich selbst_Übung 2
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Quelle: Das kleine Übungsheft: Selbstliebe

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Liebe dich selbst - Part 1

Lesezeit: ca. 4:45 min.

 

„Das was du in anderen siehst, trägst du in dir; es genügt, es zu wecken.“

 

Selbstliebe ist ein Wort, dass du derzeit vielleicht oft liest oder hörst. Warum auch ich nun noch etwas dazu schreibe? Weil wir uns selbst manchmal vergessen. Weil wir uns selbst viel mehr wert sein sollten. Weil wir viel zu selten auf unser Gefühl und körperliche Symptome hören. Weil wir mit der Selbstliebe unser Selbstwertgefühl stärken. Weil sie uns hilft, uns so anzunehmen, wie wir sind. Weil sie uns wahre Liebe zeigt – zu uns selbst und auch zu anderen. Weil nur wir allein die Verantwortung für uns selbst tragen. Weil ich auch noch einiges dazu lernen kann. Vielleicht gemeinsam mit dir?

 

Aber wie kann man sie lernen? Und was genau verbirgt sich eigentlich dahinter? Heißt das selbstverliebt oder egoistisch zu sein? Nur sich selbst zu lieben und zu loben, ohne Rücksichtnahme? Darf ich das überhaupt? Was werden die anderen von mir denken, wenn ich mich zuerst um mich selbst kümmere?

 

Definition:

 

Selbstliebe bezeichnet nach Wikipedia die allumfassende Annahme seiner selbst in Form einer uneingeschränkten Liebe zu sich selbst. Der Begriff ist sinnverwandt mit Begriffen wie Selbstannahme, Selbstachtung, Selbstzuwendung, Selbstvertrauen und Selbstwert.

 

Die Selbstliebe kann auch als Grundlage dafür gesehen werden, andere Menschen lieben zu können.

 

Selbstliebe ist nicht zu verwechseln mit Narzissmus oder Überheblichkeit. Der Narzisst ist im Gegensatz zum Menschen, der sich selbst liebt, egozentrisch und wichtigtuerisch. Auch wenn er anderes vermuten lässt, so hält er sich selbst doch für minderwertig und kann sich nicht lieben. 

 

Selbstliebe bedeutet, dass wir uns selbst so annehmen, wie wir nun einmal sind – mit unseren Stärken und auch den Schwächen. Das ist ein Punkt, der vielen schwerfällt. Unsere Schwächen versuchen wir doch gern zu verstecken oder zu überspielen – davon nehme ich mich nicht aus. Aber sie gehören nun einmal zu uns. Und wenn wir dies für uns selbst annehmen können, können wir das auch bei anderen. Wir tragen dafür Sorge, dass es uns gut geht. Wir sind im Einklang mit unseren Werten und Träumen.

 

Selbstliebe erfordert bestimmte Fähigkeiten:

 

1. Dich selbst bewusst und achtsam wahrzunehmen.

2. Mut, an dich selbst zu denken, auch wenn es anderen gerade nicht gefällt.

3. Dir selbst und anderen gegenüber aufrichtig sein zu können (ausdrücken können, was dich bewegt und auch anderen resprektvoll zuhören).

4. In dich hineinhören können, um dich und deine Träume zu erkennen und auf sie zuzugehen.

5. Dich von Bewertungen lösen zu können und die Schönheit des Augenblicks zu erkennen.

 

Auch wenn du jetzt vielleicht denkst, dies oder das habe oder kann ich nicht - doch hast du und kannst du. Du hast es schon in dir. Es mus nur herausgeholt werden. :-)

 

Fähigkeit 1: Dich selbst bewusst und achtsam wahrnehmen

 

In der Schnelligkeit des Alltags kann es passieren, dass wir uns selbst verlieren und wie eine Art Roboter (re)agieren und die vermeintlich wichtigen Dinge erledigen. Wir wollen es dem Chef Recht machen, dem Partner, den Kindern, den Eltern, den Freunden, dem schimpfenden Kunden etc. Hier geben wir uns größte Mühe, gut dazustehen. Aber wie stehen wir selbst dann da? Uns selbst gegenüber sind wir viel zu oft nachlässiger als anderen Menschen gegenüber. Zu uns selbst sagen wir „Passt schon. Es geht mir gut.“, wo wir den Partner oder die Kinder in der gleichen Situation schon längst betüddelt und umsorgt hätten. Warum umsorgen wir uns selbst oftmals ganz zum Schluss – dann wenn alle anderen um- oder versorgt sind? Wir wollen eben nicht als Selbstverliebte oder Egoisten dastehen. Und wir wollen, dass die anderen uns mögen. Doch genau das ist die Krux an der Sache. Denn nur, wer sich selbst liebt und wertschätzt, kann auch andere wahrhaft lieben. Und nur, wer für sich gut sorgt, kann auch andere gut versorgen. Denn dann sind wir nicht mehr abhängig von der Bestätigung von außen, sondern sind einfach bei uns selbst. 

 

In welchen Situationen kommt es vor, dass du wie ein Roboter funktionierst? Bei welchen Menschen?...

Welches Gefühl hast du dabei?...

 

Wo fühlst und handelst du wie ein ganzer Mensch? Wann? Mit welchen Menschen? ...

 

Was möchtest du ändern? ...

 

Schreibe dir deine Gedanken dazu auf.

 

Wenn du mit dir selbst verbunden bist, mit deinem Körper und deinem Geist, stehst du fest mit deinen Wurzeln im Boden wie ein Baum. Du spürst, was in dir vorgeht und kannst rechtzeitig bemerken, wenn etwas nicht stimmt. Du kommst davon weg, einfach nur zu reagieren. Fange nicht erst an, dich um deinen Körper zu kümmern, wenn er Leiden verursacht.

 

Nachfolgend findest du eine kleine Übung zum herunterladen, die dir hilft, deine Selbstwahrnehmung zu stärken. Du kannst sie dir ausdrucken und deine Erfahrungen auf dem Blatt notieren. Die Übung nimmt nur ein paar Minuten in Anspruch. Versuche sie täglich durchzuführen – so bleibst du in Kontakt mit dir selbst und wirst mehr und mehr die positiven Auswirkungen merken.

 

Wenn du magst, kannst du mir auch gern deine Erfahrungen dazu schreiben.

 

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Liebe dich selbst - Übung 1
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Mehr Übungen, wie du die oben genannten 5 Fähigkeiten für die Selbstliebe lernen und stärken kannst, erfährst du in den kommenden Blogs.

 

 

Quellen: Wikipedia, Das kleine Übungsheft: Selbstliebe

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Herzlich Willkommen in 2017

Der erste Tag im neuen Jahr.

Hast du dir auch viele gute Vorsätze vorgenommen? Wahrscheinlich weißt du jetzt schon, wie viele davon du einhalten wirst ;-) Aber keine Sorge, damit bist du nicht allein.

 

Zum Start ins neue Jahr nehmen wir uns immer und immer wieder jede Menge Dinge vor, die wir tun, sagen oder lassen wollen. Manchmal sind es noch nicht einmal unsere eigenen Vorsätze, sondern welche, die wir von anderen „auferlegt“ bekommen, wie z. B. „Du solltest endlich mit dem Rauchen aufhören.“ oder „Du solltest endlich mal ein bisschen Sport machen.“ Wirklich umsetzbar sind jedoch nur die Dinge, für die du selbst motiviert bist.

 

Aber warum nehmen wir uns eigentlich alles immer zum neuen Jahr und dann so viel auf einmal vor? Wir haben doch die Möglichkeit, uns jeden Tag neu zu entscheiden. Ja, sogar jede Stunde und jede Minute. Wir müssen nicht auf Neujahr warten, um einem nahestehenden Menschen zu sagen, wie sehr wir ihn mögen oder um mit dem Rauchen aufzuhören oder eine Weiterbildung zu beginnen oder oder oder. Warum denn nicht genau jetzt beginnen? Egal ob das „Jetzt“ der 1.1. oder 17.5. ist. Warum auf irgendetwas warten? Auf das Wochenende, eine bessere Gelegenheit, auf die Rente … Wer weiß schon, wie viele Momente wir noch erleben dürfen. Aber jetzt ist der Zeitpunkt, in dem wir leben, in dem wir Entscheidungen treffen können, in dem uns alle Türen offenstehen. Auch wenn es in manchen Situationen nicht danach aussieht und es in der Achterbahn des Lebens gerade steil abwärtsgeht. Manchmal kann es weh tun, bewusst im Hier und Jetzt zu sein und alles zu fühlen. Doch wenn wir fühlen, wissen wir, dass wir leben. Es ist nie zu früh und nie zu spät, um etwas zu beginnen, um etwas zu tun, das uns am Herzen liegt. Was liegt dir besonders am Herzen?

Der beste Moment ist immer genau JETZT. Mache diesen Moment zu DEINEM Moment.

 

„Laufe nicht der Vergangenheit nach und

 

verliere dich nicht in der Zukunft.

 

Die Vergangenheit ist nicht mehr.

 

Die Zukunft ist noch nicht gekommen.

 

Das Leben ist hier und jetzt.“

 

(Buddha)

 

 

Ich wünsche dir ein tolles neues Jahr und ganz viele schöne, glückliche und bewusste Momente.

 

HAPPY NEW YEAR!

 

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Sich ergeben

"Gehe heute nur mit leichten Schritten. Begegne jedem Augenblick mit freundlicher Aufgeschlossenheit, mit ruhiger Sicherheit und ungeschützt. Du musst die Dinge nicht beeinflussen oder steuern, du brauchst nur noch präsent zu sein. (...)

 

Gib also heute einmal nach, ergib dich. Hetze nicht von Stunde zu Stunde und von hier nach da, sondern bewege dich gemächlich. (...)

Leg es förmlich darauf an, langsamer zu werden. Bewusst zu atmen.

 

Vielleicht möchte alles in dir losrennen, wie ein Windhund auf der Rennbahn, aber ich bitte dich inständig, dem nicht nachzugeben. Das Rennen und Hetzen ist Energieverschwendung. Tanze das Leben lieber in fließenden, schwungvollen, sehr bewussten Bewegungen. (...)

 

Hektik erzeugt immer mehr Hektik, und sie entfernt dich immer weiter von dir selbst. (...) Sei heute geduldig mit dir selbst. Sei gütig zu dir. (...) Gib nach. Und stell dir vor, du könntest immer so leben, nicht nur heute.
Ich verrate dir etwas: Du kannst es wirklich."


(aus "Die Signatur der Seele", Autor Panache Desai, Verlag Ansata)

 

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Du kannst das!

"Wenn du eine innere Stimme hörst, die dir sagt "Du kannst nicht malen.", dann male mit allen Mitteln drauf los, und damit wird diese Stimme zum Schweigen gebracht."

(Vincent van Gogh)

 

Wenn du das nächste Mal von einem anderen Menschen oder auch von deiner eigenen inneren Stimme den Satz hörst: „Das kannst du nicht!“, dann frage dich: „Ist das wirklich wahr?“ Hast du es schon ausprobiert? Oder es einfach noch nicht angepackt oder dich nicht getraut, weil du eben denkst, du kannst es nicht.

 

Mit dem Satz „Das kann ich nicht.“ wollen wir uns oftmals selbst schützen – davor zu versagen, enttäuscht zu sein oder sich vielleicht sogar zu blamieren. Mit dem gleichen Satz können wir uns aber auch selbst in unserer eigenen Entwicklung, bei der Erfüllung unserer Wünsche und Träume behindern.

 

Unser Gehirn geht immer den einfachsten Weg. Wenn du denkst, du kannst es nicht, sagt dir dein Gehirn: „Ok, du hast recht, lass es.“ Und damit ist das Thema erledigt. Dein Herz möchte aber eigentlich etwas ganz Anderes.

 

Wie van Gogh schon gesagt hat, wenn du denkst, du kannst etwas nicht, dann tu es einfach trotzdem. Was kann schon passieren? Z. B. wenn du denkst, du kannst nicht vor Leuten reden, dann tu es mal bei der nächsten Gelegenheit (beim nächsten Treffen mit Freunden, beim Geburtstag der Oma, bei einem Rede-Seminar, bei einem Meeting im Büro etc.). Du wirst dich wundern, wie positiv die Leute reagieren, dass sie deine innerliche Aufregung gar nicht merken. Das habe ich selbst bei einem Seminar zum Thema „Selbstbewusst auftreten“ erfahren dürfen. (Mehr dazu? Hier klicken.) Und was war ich vorher aufgeregt und hab gedacht: „Das kann ich nicht!“ ;-) 

 

So ist es auch mit den verschiedensten anderen Dingen, die du gern tun würdest, aber dir bisher immer verboten hast, weil du dachtest, du kannst es nicht. Probiere es einfach aus. Manchmal braucht es Übung und etwas Geduld. Oder hast du schon mal einen Meister vom Himmel fallen sehen? Hat der erste Versuch zu fliegen gleich geklappt? War das erste Bild von van Gogh sofort ein Verkaufsschlager? Wenn es trotzdem nicht klappt, ok, aber dann hast du es versucht und musst dich nicht für immer fragen: „Was wäre, wenn ich …. ?“ – Oder du erlebst ein Wunder und wächst über dich selbst hinaus.

 

 

Ich wünsche dir viel Spaß beim „Malen“.

 

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Hypnose - wie war's?

Ich wollte unbedingt wissen, ob Hypnose

wirklich etwas bringt und ob das wirklich mit der Entspannung so funktioniert und wie es sich überhaupt anfühlt.

Schon seit einem Jahr habe ich darüber nachgedacht und es vor mir hergeschoben. Jetzt war es dann endlich soweit. Zur Stärkung meines Selbstbewusstseins und Selbstvertrauens habe ich bei einer Heilpraktikerin für Psychotherapie ein Paket von 3 Hypnose-Sitzungen gebucht. Vorher haben wir natürlich ganz genau besprochen, was die Hypnose bewirken soll.

 

Am 05.10. war es dann soweit - ich hatte ich meinen ersten Termin. Ich war schon etwas aufgeregt...

Hier nun mein Hypnose-Tagebuch:

 

 

05.10.2016

 

Wow, habe gerade meine erste Hypnose hinter mir. Ich hätte nicht gedacht, dass ich mich da so entspannen kann. Ich wurde gemütlich in einem Sessel mit kuscheligen Decken eingepackt. Die dann folgenden Worte zur Entspannung haben tatsächlich gewirkt. Ich habe mich voll und ganz darauf eingelassen. Ich war offen dafür. Habe alles zugelassen.

 

Alle Gedanken, die nicht hierhergehörten, wurden wie kleine weiche Watte-Wölkchen beiseitegeschoben.

Der ganze Raum war nur für mich. Ich konnte ihn komplett ausfüllen mit meinen Gefühlen, mit meinen Forderungen, mit meinen Entscheidungen, mit meinen Gedanken. Mit jedem Atemzug mehr und mehr.

 

Alte Glaubenssätze, die für mich nicht mehr gut und richtig sind, wurden im Geiste auf einer Tafel notiert, noch einmal gefühlt und dann gelöscht. Neue Glaubenssätze, die ich will, die mich stärken, wurden stattdessen auf der Tafel notiert.

Die Stimme der Hypnose-Therapeutin klang bei den falschen Glaubenssätzen laut und eindringlich an mein Ohr. Es war, als würden diese förmlich aus mir herausgezogen mit der Kraft der Worte und der Stimme. Die neuen Glaubenssätze wurden sanft und liebevoll integriert.

 

Kurz hatte ich das Gefühl, tatsächlich eingeschlafen zu sein. Auf jeden Fall war ich komplett entspannt. Meinen Körper habe ich kaum mehr gespürt. Nur die Stimme, diese drang gefühlt tatsächlich bis in mein Unterbewusstsein ein.

 

Zu keiner Zeit hatte ich aber das Gefühl, keine Kontrolle zu haben. Wenn etwas nicht gestimmt oder gepasst hätte, hätte ich jederzeit „Stopp“ sagen können. Trotz der tiefen Entspannung war ich Herr meiner Sinne. Jeden Satz, jedes Wort habe ich wahrgenommen, mehr oder weniger bewusst.

Es war ein sehr angenehmes Gefühl voller Wärme und Licht.

 

Auch das Aufwachen aus der Hypnose ging schnell. Nach einer halben Tasse Tee war ich wieder topfit. Bei ganz vielen Sätzen während der Hypnose hatte ich Gänsehaut. Es hat sich alles gut und richtig und stimmig angefühlt.

 

Am Ende der Sitzung, als ich nach draußen aus der Tür getreten bin, erwartete mich ein strahlender Regenbogen direkt über eine Kirche hinweg. Nachdem ich ein paar Bilder davon geschossen und einer Freundin geschickt habe, habe ich mich ins Auto gesetzt und wollte mich noch einmal zu dem Regenbogen umdrehen. Doch der Regenbogen war plötzlich weg. Es war ein Gefühl, als ob er für mich dagewesen wäre, um mir zu zeigen, es ist alles gut, du bist auf dem richtigen Weg. Dann auf dem Heimweg im Auto vor mir ein rosaleuchtender Himmel, wie ich ihn selten gesehen habe. Was für ein magischer Abend.

 

 

 

07.10.2016

 

Bei meinem 2. Termin bin ich noch schneller als beim ersten Mal in den Entspannungszustand gekommen. Es ist faszinierend, dass das tatsächlich so funktioniert – zumindest, wenn man das will.

 

Bei diesem Termin haben wir noch eigene Worte und Sätze von mir mit in die Hypnose aufgenommen, die ich mir nach der ersten Sitzung aufschreiben sollte. Vom Gefühl her würde ich jedoch sagen, dass mich diese 2. Hypnose nicht ganz so gepackt hat, wie beim ersten Mal. Vielleicht auch, weil es nun nichts Neues mehr war?

 

Ich bin mir nicht sicher, ob ich schon eine Wirkung spüre oder ob es was hilft. Irgendwie fühle ich mich ausgeglichener und entspannter. Bilde ich mir das ein? Oder ist das wirklich schon eine Wirkung von der Hypnose? Veränderung braucht Zeit. Ich werde das weiter beobachten. :-)

 

 

14.10.2016

 

Verrückt, nun ist die 3. Hypnose auch schon vorbei. Wie schnell das wieder alles ging. Heute haben wir die Einführung zum Entspannen etwas verändert und mir einen „sicheren Ort“ geschaffen. Am Strand, mit türkisfarbenem Meer, Kokospalmen und wunderschön blühenden Pflanzen. Der Sand unter den Füßen ist warm. Das Meer rauscht sanft. Das ist nun mein Ort, an den ich mich immer wieder zurückziehen kann, wenn ich das möchte. Ich kann die Entspannung spüren, und die Wärme, die dieser Ort ausstrahlt. Mit einer kleinen Berührung am Oberarm kann ich mich jederzeit an meinen Ort begeben.

 

Auch diesmal bin ich fasziniert davon, wie schnell und leicht die Entspannung eintritt. Kurz eingeschlafen bin ich auch wieder. Trotzdem glaube ich, dass ich alles mitbekommen habe.

 

Ich fühle mich nach der 3. Sitzung leicht, entspannt und einfach gut. Die Entwicklung braucht etwas Zeit, es muss sich alles im Unterbewusstsein setzen. Ich denke jedoch, dass ich schon jetzt kleine Veränderungen bemerke. Dass ich gelassener bin in Situationen, die mich vorher gestresst hätten oder in denen ich mich komplett unwohl gefühlt hätte. Ich fühle mehr Vertrauen in mich selbst. Ich bin dankbar, dass ich diese Erfahrungen machen konnte.

 

Meine Aufgabe ist es nun, um den Effekt der Hypnose zu verstärken, Sätze für mich aufzuschreiben und mir diese 3 Wochen lang, am besten täglich, vorzulesen.

 

Und dann heißt es, einfach weiter beobachten und schauen, was passiert. Jede Veränderung braucht Zeit, um sich zu entwickeln und zu verankern. Aber jeder Schritt zählt.

 

 

 

„Das Wunderbare am Menschen ist, dass er wohl derselbe bleibt, aber nicht der gleiche.“

 

(Wilhelm Raabe, deutscher Erzähler)

 

 

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Hypnose - Wie funktioniert das eigentlich und bringt es wirklich etwas?

... In den kommenden zwei Wochen werde ich es genauer wissen. Denn ich werde es ausprobieren. Diese Woche habe ich meine erste Hypnose-Sitzung bei einer Heilpraktikerin für Psychotherapie. Sehr spannend. Was wird es bewirken? Ich muss zugeben, ich bin schon etwas aufgeregt. Doch die Freude und die Neugier überwiegen.

 

Von der Hypnose haben viele ein falsches Bild. Oftmals kennen wir sie nur aus dem Fernsehen, wenn Leute peinliche Dinge tun, sich zum Affen machen und Zitronen plötzlich süß schmecken. Hierbei handelt es sich um eine reine Showhypnose. Sie dient allein der Unterhaltung.

 

Eine therapeutische Hypnose ist jedoch ein wertvolles Werkzeug, um ins Unterbewusstsein vorzudringen und z. B. alte und falsche Glaubenssätze zu lösen. Durch tiefe Entspannung und Suggestionen können neue Lern- und Verhaltensmuster integriert werden. Durch den tiefen Entspannungszustand bekommen der Therapeut und der Klient Zugang zu den unbewussten und störenden Prozessen, welche mit vorheriger Absprache des Klienten angesprochen und verändert werden. Doch dabei ist es keineswegs so, dass der Therapeut machen kann, was er will und wir darauf reagieren. Die Kontrolle, welche Suggestionen und Ideen angenommen und genutzt werden, bleibt beim Klienten. Es ist ein Vorurteil, dass man unter Hypnose gezwungen werden kann, Dinge zu tun oder zu sagen, die man absolut nicht möchte. Auch während des Trance-Zustandes ist man nicht willenlos. Überhaupt kann niemand gegen seinen Willen hypnotisiert werden. Hypnotisiert werden, kann nur, wer hypnotisiert werden möchte, wer bereit dafür ist und wenn Vertrauen zum Therapeuten besteht. Auch die Menschen, die in einer Showhypnose verrückte oder merkwürdige Dinge tun, haben – ob man es glauben mag oder nicht – eine mehr oder weniger unbewusste Bereitschaft diese Dinge zu tun. Der Hypnotiseur auf der Bühne hat ein sehr geschultes Auge dafür, um sich aus dem Kreis der Freiwilligen geeignete Kandidaten auszuwählen.

 

Die moderne Hypnose ist eine Kooperation zwischen Therapeut und Klient. Die Vorgehensweise und die Inhalte und auch die Ängste oder Befürchtungen des Klienten werden vorher vertrauensvoll besprochen. Trance ist ein natürlicher Prozess. Träume, Trance, Innenschau und stärkende Worte waren schon immer Bestandteil verschiedener Glaubenstraditionen.

 

Die therapeutische Hypnose kann für viele Themen eingesetzt werden und hilfreich sein. Z. B. Raucherentwöhnung, Gewichtsabnahme, Motivation, Konzentrations- und Leistungssteigerung, Selbstbewusstsein, Blockadenlösung, Befreiung von Ängsten, Stressbewältigung usw.

 

Soweit zur Theorie. Ich bin gespannt auf die praktische Erfahrung… :-)

 

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Alles beginnt genau jetzt!

Egal, was wir erlebt haben, was wir getan haben oder vermeintlich verpasst haben – es ist Vergangenheit. Die Zeit erstarrt zu einem Granitblock, sobald sie vergangen ist. Sie ist unwiederbringlich, unveränderbar. Wir haben keine Wahlmöglichkeit bezüglich unserer Vergangenheit. Deshalb können wir uns der Vergangenheit gegenüber auch nicht schuldig machen.

 

Aber die Gegenwart liegt uns zu Füßen. Für die Gegenwart und damit die Zukunft haben wir jede Wahlmöglichkeit. Die Zukunft zu gestalten, heißt die Gegenwart zu gestalten.

 

Alles liegt in unserer Hand. In unserer Art, die Dinge zu betrachten. Jeden Tag, jede Minute und sogar jede Sekunde können wir neue Entscheidungen treffen, neue Pfade betreten und offen sein, für alles was kommen mag. Nichts beginnt zu früh und nichts zu spät. Oftmals sind wir ungeduldig. Die Dinge scheinen endlos lange zu dauern. Doch sobald wir innerlich wirklich bereit sind, etwas Neues in unserem Leben zu empfangen, ist das Neue bereits auf dem Weg zu uns. Alles beginnt mit unserer innersten Entscheidung – ob wir uns dieser bewusst sind oder nicht. Alles hat seine richtige Zeit.

 

Es fällt uns manchmal schwer, JA zur Gegenwart zu sagen. Wir hängen mit unseren Gedanken in der Vergangenheit oder machen Zukunftspläne. Wir wollen nur schöne und angenehme Erfahrungen machen und unangenehme Erfahrungen und Erlebnisse möglichst vermeiden. Doch damit blockieren wir uns selbst, denn es kann nicht ständig ein Glücksgefühl durch das nächste abgelöst werden. Es ist erforderlich, dass wir uns der ganzen Bandbreite unserer Gedanken und Gefühle stellen, ohne darauf zu reagieren, sich damit zu identifizieren oder diese wegzuschieben. Unser Verstand ist ein mächtiges Werkzeug. In der Gegenwart fühlt er sich jedoch manchmal unvollkommen und unruhig. Also denkt und plant er ununterbrochen, um Leere zu vermeiden. Wenn wir uns jedoch der Gegenwärtigkeit unserer Gedanken und Gefühle, auch der schmerzhaften, stellen, dann können wir sie verwandeln und loslassen. Es bedeutet nicht, dass wir sie plötzlich toll finden oder aufgeben sollen, es bedeutet nur sie zu erkennen und anzunehmen. Es bedeutet, mit der Situation Frieden zu schließen.

 

Was passiert mit deinen schlechten Gefühlen, wenn du nichts mehr gegen deine schlechten Gefühle hast?

 

Was passiert mit deiner Angst, wenn sie nicht mehr dir hinterher läuft - sondern du den Spieß plötzlich umdrehst, sie anschaust und ihr hinterher jagst? ;-) Sie wird es zwar immer wieder mal versuchen, dich zu verfolgen, aber wenn du der Angst ins Antlitz schaust und ihr hinterher rennst, ihr Jäger wirst, wird sie immer kleiner und machtloser werden.

 

Wir sind die Autoren unseres Lebens. In der Zukunft manifestiert sich das, was wir jetzt erschaffen.
Selbst die schwierigste Zeit in unserem Leben kann die beste Gelegenheit sein, innere Stärke zu entwickeln.

 

Alles beginnt genau jetzt! (Dr. Jon Kabat-Zinn, amerikanischer Experte für Gesundheitstraining)

 

 

Reicher wirst du nur durch das, was du verwandelst. Der Sinn der Dinge liegt in der Glut der Verwandlung, des Voranschreitens oder der Sehnsucht.“

(Antoine de Saint-Exupéry, Autor von „Der kleine Prinz“).

 

 

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Unmöglich!?

"UNMÖGLICH ist ein Wort, mit dem Menschen um sich werfen,

für die es einfacher ist, die Welt so zu akzeptieren, wie sie ist,

statt das Risiko einzugehen, sie zu ändern.

UNMÖGLICH ist keine Tatsache, sondern eine Meinung.

UNMÖGLICH ist keine Feststellung.

Es ist eine Herausforderung.

UNMÖGLICH ist Potential.

Es ist vergänglich.

UNMÖGLICH ist nichts."

 

(Motto einer adidas-Markenkampagne 2004)

 

UNMÖGLICH ist nur ein Wort.

 

Vor einigen Jahren und Jahrzehnten haben Menschen gesagt, es ist unmöglich zu fliegen. Es ist unmöglich, auf dem Mond zu landen. Es ist unmöglich, sich über ein technisches Gerät mit der ganzen Welt zu verknüpfen. Es ist unmöglich sich vom einfachen Studenten zum reichsten Mann der Welt hochzuarbeiten (Bill Gates). Es ist unmöglich, Chili mit Schokolade zu kombinieren. Es ist unmöglich, Salz mit Karamelleis zu mischen.

 

Was davon war bisher wirklich unmöglich?

 

Unmöglich existiert nur in unserem Kopf. Es sind unsere eigenen Beschränkungen, die wir uns auferlegen – aus Angst, aus Unsicherheit, aus Bequemlichkeit…

 

Streiche UNMÖGLICH aus deinem Wortschatz. „Einen Versuch ist es wert.“, sagt dein Traum.

 

Wenn du das Wort UNMÖGLICH aus deinem persönlichen Wörterbuch gestrichen hast, „klebe“ es auf ein Bild, das für dich dazu passt und schicke es mir an meine E-Mail-Adresse. Ich bin gespannt, welche Ideen dabei entstehen oder was du vielleicht auch schon geschafft hast. :-)

 

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Glück oder Unglück? Wer weiß das schon...

Was bedeutet Glück? Was bedeutet Unglück für dich? Ist Unglück vielleicht auch manchmal Glück?

 

Hier eine kleine Geschichte dazu, die ich heute gehört habe und die mich nachdenklich gestimmt hat. Ist es nicht eine Frage der Sichtweise?

 

Ein alter Mann und sein Sohn bestellten gemeinsam ihren kleinen Hof. Sie hatten nur ein Pferd, das den Pflug zog. Eines Tages lief das Pferd fort.

 

„Wie schrecklich!“ sagten die Nachbarn, „Welch ein Unglück.“

 

„Wer weiß, ob Glück oder Unglück“, erwiderte der alte Bauer.

 

Eine Woche später kehrte das Pferd aus den Bergen zurück. Es brachte fünf wilde Pferde mit in den Stall.

 

„Wie wunderbar!“ sagten die Nachbarn, „Welch ein Glück.“

 

„Glück oder Unglück? Wer weiß“, sagte der Alte.

 

Am nächsten Morgen wollte der Sohn eines der wilden Pferde zähmen. Er stürzte und brach sich ein Bein.

 

„Wie schrecklich!“ sagten die Nachbarn, „Welch ein Unglück!“

 

 Der Bauer antwortet nur: „Glück oder Unglück?“

 

Drei Tage später kamen die Soldaten ins Dorf und holten alle jungen Männer in den Krieg. Den Sohn des Bauern konnten sie nicht brauchen. Er blieb als einziger verschont.

 

Glück oder Unglück. Wer weiß das schon!

 

(Aus: Der Pfad des friedvollen Kriegers, Dan Millman)

 

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"Wir sind die Veränderung, die wir suchen."

„Veränderung wird nicht kommen, wenn wir auf jemand anderen oder eine andere Zeit warten. Wir sind diejenigen, auf die wir gewartet haben. Wir sind die Veränderung, die wir suchen.“ (Barack Obama)

 

Steckst du manchmal in einer Situation fest und hoffst, dass sich etwas ändern wird? Wartest du immer und immer wieder darauf, dass etwas von außen geschieht? Warte nicht länger – du kannst selbst die Veränderung sein.

 

Wie glücklich und zufrieden du mit deinem Leben bist, hängt ganz davon ab, wie stark deine „Kontrollüberzeugung“ ausgeprägt ist, d. h. wie sehr du daran glaubst, dass du selbst Einfluss auf dein Leben hast und auf das was in deinem Leben geschieht. Du bist keiner Situation einfach ausgeliefert. Natürlich ist es leichter und auch viel bequemer die Umstände oder die anderen Menschen verantwortlich zu machen für das was geschieht. Die Wahrheit ist: Du selbst sitzt am Ruder im Boot auf dem Fluss deines Lebens.

 

Wenn du unglücklich bist, kann das viele verschiedene Gründe haben. Aber ein Punkt lässt sich bei den meisten Menschen, die unzufrieden sind, gleichermaßen feststellen: Sie haben in einem oder auch mehreren Bereichen ihres Lebens die Kontrolle verloren. Kennst du das: Du fühlst dich hilflos? Du hast das Gefühl ferngesteuert zu werden und wie ein Roboter zu agieren? Du glaubst, du funktionierst nur noch und hast die Verbindung zu dir selbst verloren? Das kann nicht nur unglücklich, sondern auch krankmachen.

 

Doch jetzt kommt die gute Nachricht: Du kannst das ändern. Wie? Durch die sogenannte Erfahrung der Selbstwirksamkeit. Selbstwirksamkeit beschreibt die Annahme und Überzeugung, dass du selbst die Dinge beeinflussen kannst und nicht andere Personen, äußere Umstände, Zufall oder Glück ursächlich sind: ICH kann mein Leben gestalten. ICH kann die Dinge in die Hand nehmen und verändern. Dabei reichen schon ganz kleine Veränderungen aus, um die Kontrolle und die Zuversicht für das eigene Leben zurückzugewinnen. Hierzu gibt es auch ein interessantes Experiment, welches in einem Pflegeheim durchgeführt wurde. Gerade in diesen Einrichtungen haben die älteren Menschen das Gefühl, keine Kontrolle mehr über ihr Leben zu haben und fremdbestimmt zu sein. In dem Experiment hat man den Menschen im Pflegeheim nun gesagt, sie könnten selbst entscheiden, ob sie eine Zimmerpflanze haben möchten oder nicht. Wenn sie eine wollen, dann sind sie auch selbst für die Pflege dieser verantwortlich. Einer anderen Gruppe hat man einfach eine Pflanze ins Zimmer gestellt und den Menschen mitgeteilt, dass die Pflege das Personal übernimmt und sie sich nicht darum kümmern müssen. Nach einer Zeit wurden die Bewohner des Pflegeheims befragt, wie zufrieden sie mit ihrem Leben seien. Das Ergebnis: Die Gruppe, die selbst über die Pflanze entscheiden und diese pflegen durfte, war viel zufriedener als die Vergleichsgruppe. Das Erstaunliche: Nach eineinhalb Jahren lag sogar die Sterberate der Gruppe, die diese vermeintlich kleine Entscheidung über die Zimmerpflanze treffen durfte, deutlich niedriger als bei der Vergleichsgruppe.

 

Deshalb mein Tipp: Wenn du unzufrieden bist, brich öfter mal aus der Routine aus. Damit ist nicht gemeint, dass du z. B. sofort deinen Job kündigst oder deiner Heimat den Rücken kehrst oder dich von deinem Partner trennst usw. Sondern es sind schon die kleinen Veränderungen, die zählen (wie du an dem Experiment mit der Zimmerpflanze sehen kannst). Wenn dir z. B. dein Partner ständig Zeit raubt, weil dieses oder jenes auf dem Programm steht oder deine Freundin stundenlang ihre Probleme mit dir ausdiskutieren möchte, dann sage: „Ich möchte jetzt mal eine Stunde Zeit für mich haben.“. Oder wenn du auf der Arbeit etwas verändern möchtest und du deinen Chef schon mehrfach darum gebeten hast, aber er hat es immer wieder abgelehnt, dann versuche es doch einmal, indem du vorschlägst, es für eine Woche auszuprobieren. Dabei muss dein Chef nur ein winziges Zugeständnis machen und gegen „nur“ ausprobieren hat kaum jemand etwas.

 

Du siehst, es geht nicht darum, gleich die ganze Welt zu verändern. Sondern es geht darum, Stück für Stück die Kontrolle über dein Leben zurückzugewinnen und damit auch deine Zufriedenheit. Übertrage die Verantwortung nicht länger auf andere, sondern beginne selbst die Verantwortung zu übernehmen. Du kannst dich auf dem Fluss von der Strömung mitreißen lassen. Das ist einfach. Oder du beginnst, dein Boot zu steuern und selbst die Richtung und die Geschwindigkeit zu bestimmen. Das bedeutet Unsicherheit und Anstrengung. Mit was wirst du am Ende zufriedener sein?

 

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Dieser Weg...

 

"Wohin noch mag mein Weg mich führen?

Närrisch ist er, dieser Weg,

er geht in Schleifen,

er geht vielleicht im Kreise.

Mag er gehen, wie er will,

ich will ihn gehen."

(Hermann Hesse)

 

 

 

 

Kein Weg verläuft immer nur geradeaus oder ist immer nur eben.

Manchmal ist er steinig, manchmal hart, manchmal weich.

Manchmal geht er auf- und manchmal abwärts.

Manchmal verläuft er gerade, manchmal in Kurven oder Schleifen oder auch im Kreis.

Manchmal gibt es Verzweigungen, manchmal bist du auf der Haupt- und manchmal auf der Nebenstraße.

 

Wo befindest du dich gerade? Wie ist dein aktueller Weg?

 

Wie er im Moment auch immer verlaufen mag – geh ihn weiter.

Hab Vertrauen.

Achte auf deinen Weg.

Er wird dich ans Ziel bringen, auch mit kleinen Schritten.

Es gibt keinen falschen Weg, auch wenn es manchmal so scheint.

An jeder Abzweigung kannst du neu wählen. Du kannst dich immer wieder neu entscheiden.

Später wirst du auf deinen Weg zurückschauen und feststellen, das war genau der richtige.

Denn gerade durch die Unebenheiten und Herausforderungen auf unserem Weg lernen wir, wachsen wir – wenn wir bereit und offen dafür sind.

 

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Was bedeutet eigentlich Achtsamkeit?

Am Wochenende war ich spazieren, ganz alleine auf einem Feld- und Waldweg, und dachte, ich bin aufmerksam. Doch wie oft wurde ich abgelenkt, durch das Handy, das bei jeder Nachricht klingelte oder die Gedanken über dieses und jenes, die sich immer wieder breitmachten. Bis ich das Handy auf lautlos gestellt habe und mich ganz bewusst entschieden habe, auf meine Umgebung zu achten. Was einem da so alles auffällt. Wunderschöne Schmetterlinge, der Wind, der durch die Bäume rauscht, das Zwitschern der Vögel, die bunten Blumen mitten im Gerstenfeld,  seltsame Wolkenformationen… Was haben wir schon alles verpasst, wenn wir unentwegt ins Handy schauen, mit anderen Dingen beschäftigt oder in unseren vielen Gedanken vertieft sind. Aufmerksam und bewusst im Hier und Jetzt zu sein, lohnt sich. Erleben, wie sich die eigene Stimmung ändert, wahrnehmen, achtsam sein. Aber was genau bedeutet Achtsamkeit eigentlich und was bewirkt sie? 

 

Früher war Achtsamkeit oft als Esoterik verschrien. Heute ist es fast schon zu einem Modewort geworden. Ganz oft stoßen wir auf dieses Thema. Manchmal scheint es vielleicht sogar schon abgedroschen. Und trotzdem liegt es mir am Herzen, darüber zu schreiben, denn Achtsamkeit ist wichtig und kann unsere Lebensqualität entscheidend beeinflussen. Achtsamkeit ist eine Form der Aufmerksamkeit, die auf den gegenwärtigen Moment, auf das Hier und Jetzt, gerichtet ist. Sie ist ein Bewusstseinszustand und bedeutet offen für die Erfahrung zu sein, wie sie sich uns genau jetzt, von Augenblick zu Augenblick präsentiert. Sie bewertet nicht. Sie greift nicht ein. Sie muss nichts erreichen. Sie nimmt nur wahr.

 

Achtsamkeit heißt, das Leben mit all seinen Facetten anzunehmen, indem wir Raum dafür schaffen, um an Kraft und auch an Weisheit wachsen zu können. Egal, ob wir verärgert, traurig, deprimiert, fröhlich oder glücklich sind. Achtsamkeit bedeutet, dass was jetzt ist wahrzunehmen und zu betrachten. Ohne einzugreifen. Schau genau hin.

 

Allerdings haben wir durch unsere Erziehung, unsere antrainierten Verhaltensweisen und automatisch ablaufenden Muster verlernt im Hier und Jetzt bewusst zu sein. Das ist ja auch kein Wunder, bei all den Möglichkeiten und Ablenkungen, die sich uns in jeder Sekunde bieten. Außerdem spielt unser Gehirn hierbei eine gewaltige Rolle. Es ist eine mächtige Denkmaschine, die uns oft unbewusst mitreist, hin zu der Vergangenheit oder in die Zukunft und damit weg von dem, was gerade ist - so wie es bei mir bei meinem Spaziergang auf dem Feld- und Waldweg war.  

 

Achtsamkeit bietet uns die Möglichkeit uns Schritt für Schritt mit der Aufmerksamkeit vertraut zu machen und uns wieder mit unseren Sinnen zu verbinden.

 

Der erste Schritt besteht darin, dass wir lernen, innezuhalten. Das sind wir – ständig mit Aktivitäten beschäftigt und von Gedanken überflutet – allerdings kaum gewöhnt. Deshalb bedarf es einiger Übung. Ein bisschen achtsam sein, kann sicherlich jeder. Aber ohne Übung ist sie schwach und löchrig. Du würdest ja wahrscheinlich auch nicht auf die Idee kommen, vor Publikum ein Instrument zu spielen, ohne dieses vorher gründlich geübt zu haben. Wenn du ein Instrument einübst, siehst du direkt deine Erfolge. Doch lohnt es sich auch, Achtsamkeit zu üben? Ich finde - JA! Denn es gibt immer mehr wissenschaftliche Studien, die belegen, dass Achtsamkeit positive Effekte auf den Körper und die Psyche hat. Bei regelmäßigen Achtsamkeitsübungen oder Achtsamkeitsmeditationen verändern sich lt. einer Studie die Verknüpfungen im Gehirn, der orbitofrontale Cortex wird angeregt (dieser ist wichtig für den Umgang mit Emotionen), das Belohnungszentrum wird aktiver, das Gedächtnis verbessert sich (erhöhte Dichte im Hippocampus). Außerdem erhöht sich das Körperbewusstsein, das Gedankenwandern verringert sich, das Wohlbefinden erhöht sich und die Gesundheit kann sich verbessern. Viele Mediziner und Psychotherapeuten nutzen mittlerweile Achtsamkeitstherapien.  

 

Doch das Entscheidende ist, unabhängig davon, was andere (mich eingeschlossen) sagen oder schreiben:

Probiere es am besten selbst immer wieder aus. Mache deine eigenen Erfahrungen.   

 

Ein gutes Hilfsmittel, wenn du Achtsamkeit trainieren möchtest, ist dein Atem. Er kann tief oder flach sein, langsam oder schnell. Unser Atem variiert je nach unserer Stimmungslage, je nachdem ob wir z. B. entspannt oder gestresst sind. Wenn wir uns auf unseren Atem konzentrieren, können wir ins Hier und Jetzt eintauchen.

 

Dazu gleich eine kleine Übung* für dich:

 

Wo auch immer du gerade bist - atme bewusst.

 

Spüre, wie die Luft durch deine Nase nach außen strömt und wie sie wieder in die Nasenlöcher einströmt. Spürst du den Lufthauch am Eingang deiner Nase?

 

Beschreibe deinen Atem. Ist er tief? Ist er ehr flach? Atmest du schnell oder langsam?

 

Nimm auch deine Empfindungen beim Atmen im Bauch wahr, das Ein- und Ausströmen der Luft in deinen Lungen. Lege eine Hand auf deinen Bauch und spüre deinen Atem.

 

Beginnen andere Gedanken durch deinen Kopf zu schwirren? Sobald du das spürst, lenke deine Aufmerksamkeit wieder sanft zu deinem Atem zurück.

 

Mit dieser Übung sollst du weder lernen, deinen Atem, noch deine Gedanken zu kontrollieren, sondern dich einfach mit der Erfahrung des gegenwärtigen Moments zu verbinden. Am Anfang fällt es dir vielleicht noch schwer, dich darauf zu konzentrieren, aber je öfter du übst, umso mehr wirst du im Augenblick ankommen und diesen bewusst wahrnehmen...

 

Ich freue mich darüber, wenn du mir deine Meinung, deine Erfahrungen dazu mitteilst.

 

 

„Der beste Moment zu üben ist immer …. jetzt!“ Thich Nhat Han

 

*Quelle: Das kleine Übungsheft Achtsamkeit (Ilios Kotsov, Trinity-Verlag)

 

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Körper, Geist und Seele

Körper (Gestalt, äußere Erscheinung, Organismus), Geist (Verstand, Denken) und Seele (Psyche mit ihren Gefühlen, Bedürfnissen, Ängsten oder im spirituellen/esoterischen Sinne: körperloses Wesen, das dem Körper erst Leben gibt)<