Liebe dich selbst - Part 4

     4. Fähigkeit: In uns hineinhören können, um uns und unsere Träume zu erkennen und auf sie zuzugehen

 

 

Lesezeit ca. 4:00 min.

 

Liebe ich mich selbst nicht genug, wenn andere mich schlecht behandeln? Würden mich die anderen nur etwas schlechter behandeln, als ich es selbst tue, würde ich ihnen den Rücken kehren. Behandeln sie mich aber nur ein bisschen weniger schlecht, dann bleibe ich und halte es aus. Wenn uns andere schlecht behandeln, schieben wir es einfach den schlechten Eigenschaften des anderen zu. Natürlich ist das erst einmal für unser Gehirn logisch und es ist die einfachste Erklärung. Wir selbst entziehen uns damit aber aus der Verantwortung. Und damit gleichzeitig auch aus unserer Schöpferkraft.

 

Wo bin ich selbst noch nicht gut zu mir? Wo lasse ich mich von den anderen verleiten zu etwas, was ich eigentlich nicht will? Wo bin ich nicht authentisch? Wo lebe ich noch nicht das, was sich mein Herz eigentlich wünscht?  Alles, was im Außen geschieht, hat immer auch etwas mit uns selbst zu tun. Die Quantenphysik hat es längst bewiesen, dass alles Energie ist. Unser Bewusstsein formt diese Energie. Es formt Materie, die letztenendes aus Atomen und Elektronen besteht. Ohne Bewusstsein existiert nichts. Unser individuelles Bewusstsein formt unsere eigene Welt und entscheidet darüber, was wir wahrnehmen. Es gibt mittlerweile zahlreiche Experimente dazu, die belegen können, dass unsere Gedanken unsere Umwelt und unser Wohlbefinden beeinflussen. Unsere Gedanken können damit auch unsere Beziehungen zu anderen und zu uns selbst beeinflussen. Aber leider ist es nicht immer so einfach, dass wir uns selbst aus unseren negativen Gedankenstrudeln befreien können – das kenne ich auch nur zu gut. 😉 Wir ärgern uns so sehr über andere, senden negative Energien aus und vergessen dabei uns selbst und unsere eigene schöpferische Kraft. Bevor wir bei den anderen anfangen und versuchen, sie zu ändern, sollten wir nicht lieber bei uns selbst anfangen? Wäre das nicht auch viel weniger nervenaufreibend (weil wir den anderen am Ende ja sowieso nicht ändern können)? Auch wenn unser Gehirn Veränderungen hasst, so ist es die Mühe doch wert, sich mehr mit sich selbst zu beschäftigen und den Weg zu mehr Selbstliebe zu beschreiten. Wenn du die Teile 1 – 3 in meinem Blog zur Selbstliebe gelesen hast („Liebe dich selbst - Part 1 - 3“), weißt du schon, dass das nichts mit Egoismus zu tun hat. Es geht einfach nur um einen liebevollen Umgang mit sich selbst. Denn wie sollen andere liebevoll mit dir umgehen, wenn du es selbst nicht einmal kannst? Es heißt auch nicht, dass wir dann für immer gefeit sind vor unschönen oder ärgerlichen Situationen mit anderen. Aber es hilft uns, uns selbst bewusster zu werden und diese Situationen schneller und auf eine liebevollere Art und Weise zu lösen und diese anzunehmen. Es hilft uns, in uns hineinzuhören und unsere Wünsche bzw. Träume wahrzunehmen und Schritt für Schritt auf diese zuzugehen.  Im 4. Teil auf dem Weg zu mehr Selbstliebe geht es darum, im inneren Einklang mit unserem tiefsten Wesen zu sein.

 

Wie kannst du das erreichen? Nicht in den Momenten, in denen du besonders geschäftig bist. Dafür braucht es etwas „Ich-Zeit“. Am besten ist dafür auch das Schreiben eines Tagebuches geeignet. Höre in dich hinein. Was willst du wirklich erreichen? Schreibe dir auf, was dir wichtig ist. Wie möchtest du dich fühlen? Was möchtest du schaffen? Was möchtest du haben? Diese Fragen kannst du dir für einen langfristigen Zeitraum beantworten, aber auch z. B. für jeden Tag. Du brauchst am Morgen nur 10 Minuten Zeit dafür. Nach dem Aufschreiben fühle noch einmal in deine Notizen hinein und stelle dir alles bildlich vor. Es ist wichtig, dass du dich in deine notierten Wünsche wirklich hineinversetzt. Aktiviere deine Vorstellungskraft. Am Abend (oder wenn du es z. B. für eine Woche machst, am Ende der Woche) liest du dir deine Notizen noch einmal durch. Einfach nur durchlesen. Ohne zu bewerten oder dir darüber Gedanken zu machen, was du vielleicht nicht erreicht hast. Wenn du diese Übung täglich oder wöchentlich regelmäßig machst, wirst du feststellen, dass du dich immer mehr deinen Wünschen annäherst, dass du immer mehr erreichst von dem, was du dir wünschst und vorgenommen hast. Wie fühlt es sich an, wenn du etwas erreicht hast? Macht es dich glücklich? Bleiben andere Bedürfnisse auf der Strecke? Kannst du daran etwas ändern? Manchmal können wir vielleicht eine Situation nicht ändern, aber doch die Art, wie wir darauf reagieren.

 

Fülle dein Tagebuch regelmäßig mit Leben. Du kannst schreiben, du kannst malen oder zeichnen – wie es dir am besten entspricht. Was möchtest du vollbringen? Es muss dabei nicht nur um berufliche Dinge gehen. Du kannst deine Notizen genauso für kreative Bereiche oder deine Beziehungen, dein Gefühlsleben, deine Freizeit etc. machen. Wenn du für eine Sache besonders intensive Gefühle empfindest, schreibe oder male sie auf ein loses Blatt Papier. Dieses kannst du dann an einen Ort hängen, wo du es so oft wie möglich siehst. Auch wenn du zwischenzeitlich negative Gefühle, Verzweiflung, Angst etc. dafür empfinden solltest, nimm diese Gefühle wohlwollend wahr und betrachte sie. Sobald es dir möglich ist, verbinde dich wieder mit dem, was du erreichen wolltest. Je mehr du an dich selbst glaubst, je mehr du dir deinen Wunsch vorstellen kannst, wirst du merken, dass sich immer wieder eine Tür für dich öffnen wird, hinter der es weitergeht und du dir selbst und deinen Träumen ein Stückchen näherkommst.

 

 

„Jeder große Traum beginnt mit einem Träumer. Denk immer daran: In dir stecken die Kraft, die Geduld und die Leidenschaft, um nach den Sternen zu greifen und die Welt zu verändern.“ 

(Harriet Tubman)

P. S. Wenn du jemanden kennst, der das auch lesen sollte, dann freue ich mich, wenn du diesen Beitrag teilst. :-)

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