Mutig leben

Vielleicht kennst du das Gefühl, vor etwas so große Angst zu haben, dass du diese Situation meidest. Dass du sagst: "Das mache ich auf gar keinen Fall".

Ich kenne das auch sehr gut. Früher habe ich sogar sehr viele Situationen einfach vermieden. Aber ich lasse mich nicht mehr von meinen Ängsten aufhalten. Gerade sitze ich hier und lerne in meinem Tauchbuch, um meine Theorieprüfung ablegen zu können. Und in einer Woche geht es auf zum ersten Tauchurlaub. Wie aufregend! Was das jetzt mit Angst zu tun hat? Eine ganze Menge.

 

Vor zwei Jahren wäre es unvorstellbar gewesen, dass ich tatsächlich tauchen gehe. Ich hatte riiiiesige Angst davor, so tief unter Wasser zu sein. Nicht mal eben schnell an die Oberfläche zu können. Schon vor zwei Jahren wollte mein Freund gern einen Tauchkurs machen. Mit viel Geschick konnte ich das Ganze umgehen und wir haben KEINEN Tauchkurs gemacht. Was war ich froh! Ein halbes Jahr später im Urlaub befand sich eine Tauchschule direkt bei unserer Anlage. Wir könnten doch im Urlaub Tauchen lernen! Oh nein! 😳 - Einerseits wollte ich es ja, denn ich liebe die Unterwasserwelt und schon das Schnorcheln ist oft so beeindruckend. Wie toll es dann wohl erst weiter unten sein muss. Aber die Angst war größer. Und so konnte ich es erneut verhindern, dass wir Tauchen lernen. Nochmal ein halbes Jahr später fing plötzlich der Cousin von meinem Freund mit dem Thema Tauchen an und kurzerhand wurde beschlossen, dass die beiden ihren Tauchschein machen. "Und was ist mit dir?", hieß es dann. Ok, scheinbar werde ich immer wieder dazu herausgefordert. Gut, ich versuche es. Schließlich wollte ich es ja auch und es ist doch außerdem toll ein gemeinsames Hobby zu haben und gemeinsam im Urlaub tauchen zu gehen. So stand ich im Spätsommer letzten Jahres zum ersten Mal in voller Ausrüstung am Beckenrand in unserem Freibad und habe versucht, tauchen zu lernen. Die Übungen waren für mich in den ersten Tauchstunden der Horror. Ich hatte solche Angst und Panik unter Wasser, dass ich einfach zwischendurch schnell nach oben geschwommen bin. In 18 Metern Tiefe kann ich das dann natürlich nicht einfach so. Dann kam ich an den Punkt, wo ich mich furchtbar über mich selbst geärgert habe. Ich verbaue mir hier gerade selbst eine tolle Erfahrung und zukünftige beeindruckende Erlebnisse. Warum um alles in der Welt habe ich so eine Angst? Es gibt doch keinen Grund. Es sind nur die Gedanken in meinem Kopf. Nur die Gedanken, sonst nichts.

 

Genau das war der Wendepunkt.

 

Vor den nächsten Tauchstunden habe ich mich gedanklich schon mit den Übungen beschäftigt. Ich habe in Gedanken alles durchgespielt. Habe quasi in Gedanken tauchen geübt. Und ich habe meinen Atem kontrolliert und beruhigt. Ganz normal und sanft ein- und ausatmen. Und beim sanften Atmen habe ich mir immer wieder vorgestellt, wie ich die Übungen mit bravour meistere. Und siehe da... es hat tatsächlich funktioniert! 🥳😃

 

Und genau das kannst du auch mit deiner Angst tun. Nicht gegen sie kämpfen, sie nicht ignorieren - sondern deine Gedanken auf das ausrichten, was du erreichen möchtest, wie du sein möchtest. Immer und immer wieder. Denke auch an das sanfte Atmen oder verwende dir bekannte Entspannungstechniken.
Du wirst erstaunt sein, was möglich ist. 😉

 

Wenn du Situationen vermeidest,
➡️ begrenzt du dich selbst und
➡️ du wirst unzufrieden,
➡️ du bringst dich um wertvolle Erfahrungen,
➡️ außerdem hält Vermeidungsverhalten deine Angst aufrecht und kann sie sogar noch verstärken.

 

Wenn du dich deiner Angst stellst, kannst du so viel gewinnen:
mehr Freiheit,
mehr Handlungsspielraum,
mehr Lebensfreude und Lebensqualität,
mehr Mut,
mehr Selbstvertrauen,
wertvolle und bereichernde Erfahrungen,
du lernst neue Orte und neue Menschen kennen.

 

Wenn du es allein bisher nicht geschafft hast, wenn du das alles auch erreichen willst - dann melde dich bei mir. Ich begleite dich auf dieser Reise zu deinem wahen Selbst.

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